Versorgungsforschungsprojekt ImPuls

Das ImPuls Projekt ist ein vom Innovationsfonds des G-BA gefördertes Projekt aus dem Bereich der neuen Versorgungsformen (Förderkennzeichen: 01NVF1902). Dr. Sebastian Wolf (Eberhard Karls Universität Tübingen, Institut für Sportwissenschaft, Bildungs- und Gesundheitsforschung im Sport) hat die Konsortialführung inne. Weiterhin beteiligt ist das Institut für medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie am Universitätsklinikum Tübingen. Konsortialpartner sind die LMU München (Lehrstuhl für klinische Psychologie und Psychotherapie), die TU München (Lehrstuhl für Gesundheitsökonomie), die Allgemeine Ortskrankenkasse Baden-Württemberg (AOK BW), die Techniker Krankenkasse (TK) und der Deutsche Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e.V. (DVGS, Ansprechpartner: Dr. Stefan Peters).

Hintergrund:

Regelmäßige sportliche Aktivität kann die Symptomatik bei Depressionen, Panikstörungen, Posttraumatischer Belastungsstörung oder Schlafstörungen (u.a. Insomnien) signifikant verringern. Jedoch haben Patient*Innen mit psychischen Erkrankungen in der ambulanten Akutversorgung bislang kaum Zugang zu sport-/ bewegungstherapeutischen (SBT) Interventionen.

 

Das ImPuls Programm:

 

Mit dem ImPuls Programm liegt ein sport-/ bewegungstherapeutisches Programm vor, das speziell für Menschen mit psychischen Erkrankungen entwickelt wurde und auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbaut. Ziel des Programms ist es, Teilnehmende zu motivieren, sportliche Aktivität zu initiieren und langfristig aufrechtzuerhalten.

 

 

ImPuls Programm im Überblick

Wer kann teilnehmen?

    Versicherte der AOK Baden-Württemberg und der Techniker Krankenkasse können teilnehmen, wenn sie zwischen 18 und 65 Jahren alt sind und an einer der folgenden psychischen Erkrankungen leiden: Depression, Agoraphobie, Panikstörung, Posttraumatische Belastungsstörung, nicht organische Insomnien. Weitere Ein- und Ausschlusskriterien können auf unserer Website eingesehen werden: www.impuls.uni-tuebingen.de/

    Auf der Website finden Sie auch Informationen zum Ablauf der Teilnahme und Kontaktdaten der jeweiligen Ansprechpartner.

    Die ImPuls Studie

    Ziele
    Im Rahmen der ImPuls Studie wird das sport-/ bewegungstherapeutische Programm ImPuls für Patient*Innen mit psychischen Erkrankungen wissenschaftlich überprüft. Das Programm wird im Rahmen der Studie in den folgenden 10 Ballungszentren in Baden-Württemberg durchgeführt: Tübingen, Bietigheim-Bissingen, Heilbronn, Crailsheim, Freiburg, Karlsruhe, Göppingen, Ulm, Weingarten, Heidelberg.

    Design
    Von März 2021 bis Februar 2022 haben 600 Patient*Innen die Möglichkeit, an der vom Innovationsfonds des G-BA geförderten wissenschaftlichen ImPuls Studie teilzunehmen. Teilnehmer*Innen werden entweder zum ImPuls Programm oder zu einer Kontrollgruppe zugeteilt. Die Teilnehmer*Innen am ImPuls Programm durchlaufen zusätzlich zur gesetzlichen Regelversorgung das sport- und bewegungstherapeutische Programm. Die Kontrollgruppe erhält keine Intervention, wird weiterhin im Rahmen der Regelversorgung versorgt, nimmt jedoch an regelmäßigen Befragungen teil. Dafür wird die Kontrollgruppe mit 450 € vergütet.

     

    Durchführung
    Das Impuls-Programm erstreckt sich insgesamt über 6 Monate. Die 13 Einheiten der ersten 4 Wochen finden hauptsächlich unter therapeutischer Leitung und in Kleingruppen von sechs Personen statt. Eine Einheit besteht aus einer Gruppensitzung und einem gemeinsamen Lauftraining oder aus einem selbstständigen Training. In den darauffolgenden 5 Monaten werden die Teilnehmer*Innen zum bestmöglichen Transfer in den Alltag durch eine Handy App, durch Unterstützertreffen und durchregelmäßige telefonische Kontakte zur*m Therapeut*In unterstützt.

    Der genaue Ablauf sowie Programmbausteine können auf der Website eingesehen werden: www.impuls.uni-tuebingen.de/

     

    Evaluation

    Im Rahmen der ImPuls Studie wird wissenschaftlich überprüft, ob das ImPuls Programm für Patient*innen mit Depression, Panikstörung, Posttraumatischer Belastungsstörung oder Schlafstörungen ein hilfreiches Zusatzangebot darstellt. Gleichzeitig sollen die Kosteneffizienz und die Machbarkeit der Umsetzung in der ambulanten Versorgung untersucht werden. Die Wirksamkeit und Implementierung des Programms wird durch zwei externe Partner (LMU München, TU München) evaluiert. Sollte die wissenschaftliche Überprüfung in Baden-Württemberg positiv ausfallen, könnte das ImPuls Programm deutschlandweit in die Versorgung von Patient*innen mit psychischen Erkrankungen aufgenommen werden.

    Sie erreichen uns bei Fragen auch auf unserem Studientelefon unter der Nummer: 07071 5399700 oder unter der E-Mail Adresse info@impuls.uni-tuebingen.de.