Die Nachsorge nach der Rehabilitation (ASP/IRENA)

Zur Festigung des erreichten guten Gesundheitszustandes oder gegebenenfalls auch zu einer weiteren Verbesserung nach einer absolvierten stationären oder ambulanten Rehabilitation bietet die Deutsche Rentenversicherung Leistungen für eine intensive Nachsorge an.


Die Nachsorge hat darüber hinaus das Ziel, die in der Reha erworbenen Kenntnisse und erarbeiteten Fähigkeiten im Alltag praktisch zu erproben und sicher umzusetzen. Die "Deutsche Rentenversicherung Bund" und die "Deutsche Rentenversicherung des Landes Baden-Württemberg" fördern beide die Versicherungsnehmer mit gezielten Konzepten für eine erfolgreiche Reha-Nachsorge.

Nachsorgekonzept der Deutschen Rentenversicherung Bund: die "Intensivierte Rehabilitationsnachsorge" = "IRENA"

 

Nachsorgekonzept der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg: das "Ambulante Stabilisierungsprogramm" = "ASP"

 

Hinweis: Beide Nachsorgekonzepte sind bezüglich des Programminhalts für Patienten identisch. 

Reha-Nachsorge im Überblick

Voraussetzungen für die Teilnahme

Eine Nachsorgemaßnahme dieser Art kann der zuständige Rehaarzt verordnen. Während einer Rehabilitation können Sie Ihren Rehaarzt kontaktieren und ihm mitteilen, dass Sie ein Nachsorgeprogramm in Anspruch nehmen möchten. Ihr Rehaarzt leitet die nötigen Schritte ein und erklärt Ihnen den Inhalt sowie den genauen Ablauf eines solchen Programms. Kurz vor oder nach dem Abschluss Ihrer Rehabilitation können Sie mit uns Kontakt aufnehmen, um einen Termin für die anschließende Nachsorge zu vereinbaren.

Ablauf der Nachsorge

Es ist zu empfehlen, möglichst zeitnah binnen eines Monats nach der Absolvierung der Rehabilitation mit dem Nachsorgeprogramm zu beginnen. Die Nachsorge muss spätestens sechs Monate nach dem Tag der Entlassung aus der Rehabilitation gestartet werden.

Die Nachsorgeprogramme umfassen 24 Therapieeinheiten zu je 90 bis 120 Minuten. Diese müssen bei dem Programm IRENA innerhalb von 6 Monaten und bei dem Programm ASP der DRV Baden-Württemberg innerhalb von 12 Monaten vollständig absolviert werden. Die Termine finden in einem Intervall von durchschnittlich 2 Terminen pro Woche statt.

Programminhalte

Die Therapieeinheiten der Reha-Nachsorge werden in Form von Gruppentherapien angeboten. Inhaltlich umfassen die Nachsorgetherapien:

  • das Medizinische Gerätetraining (MTT)
  • Gymnastik für die Wirbelsäule 
  • Gymnastik für die Hüfte und die Knie

Darüber hinaus gibt es zusätzliche therapeutische Einzeltherapien und Gruppentherapien sowie verschiedene Individualleistungen in Abhängigkeit von dem Krankheitsbild (Neurologie). 

Kosten der Nachsorge

Die Kosten für das Reha-Nachsorgeprogramm trägt die Deutsche Rentenversicherung. Dem versicherten Patienten entstehen dafür auch keine zusätzlichen Kosten, wie Zuzahlungen. Die Teilnehmer an dem Programm erhalten für jeden absolvierten Behandlungstag in unserer Tagesklinik einen Pauschalbetrag für die Fahrtkosten in Höhe von 5 Euro. Hinweis: Die Untersuchungen zur Aufnahme in das Programm und zum Abschluss der Nachsorge gelten nicht als Behandlungstag. Die Fahrtkosten werden Ihnen nach dem Abschluss des Nachsorgeprogramms erstattet und überwiesen.